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RINGEN UM DIE DEUTSCHE EINHEIT: DER 2+4 VERTRAG

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329 TAGE – VOM FALL DER MAUER BIS ZUR WIEDERVEREINIGUNG. DIE GESCHICHTE EINER RIESIGEN POLITISCHEN CHANCE – UND EINER DIPLOMATISCHEN MEISTERLEISTUNG. WAS SPIELT SICH IN SO EINEM POLIT-KRIMI HINTER DEN KULISSEN AB?
 
 
In den Tagen nach dem 9. November 1989 rechnete niemand damit, dass Deutschland schon im Oktober 1990 später wieder vereint sein würde. Doch die Wende in Osteuropa trieb die Politik voran. Stück für Stück begriffen Politiker: Die Einheit ist möglich. Doch Deutschland ist geteilt: Die Grenze durch Deutschland ist auch die Grenze zwischen NATO und Warschauer Pakt. Eine Einheit konnte es nicht ohne Zustimmung der Alliierten geben. Vor allem aus London, Paris und Moskau gab es Vorbehalte.

 

Wir wollen wissen, wie es gelang, diesen Vertrag zu verhandeln. Und beobachten dabei, wie einige der zentralen Fragen von damals auch heute noch hochaktuell sind. Wieso gab es keinen Friedensvertrag? Weshalb zögerte der damalige Bundeskanzler Kohl zunächst, auch öffentlich und definitiv die polnische Westgrenze als unveränderlich zu bezeichnen? Und: Haben westliche Politiker der Sowjetunion tatsächlich Zusicherungen gemacht, die NATO würde sich nicht nach Osten ausweiten?

 

Wir treffen HORST TELTSCHIK: bis Ende 1990 Lei­ter der Außen- und Sicherheitspolitik im Kanzleramt. Enger Vertrauter des damaligen Bundeskanzlers Kohl. Schöpfer des 10 Punkte Plans, mit dem Helmut Kohl sein Projekt Deutsche Einheit begann. MARKUS MECKEL: Der Pfarrer ist Mitgründer der SPD in der DDR, wird dann nach der ersten freien Wahl am 18.03.1990 Außenminister der DDR. Er sitzt mit den Alliierten am Tisch und verhandelt die Abschaffung seines Landes. WLADISLAW TERECHOW: war von 1990 bis 1997 sowjetischer Botschafter in Bonn und der erste Missionschef, der das neue Russland im wiedervereinigten Deutschland vertrat.

 

Außerdem DIETER KASTRUP: Als Leiter der deutschen Delegation bereitete Kastrup die Zwei-plus-Vier-Gespräche der Außenminister der beiden deutschen Staaten und der vier Siegermächte des Zweiten Weltkrieges über die äußeren Gesichtspunkte der Herstellung der deutschen Einheit vor. Er schrieb wesentliche Teile des Vertrags. Und FRANK ELBE: zum Zeitpunkt der Verhandlungen enger Vertrauter und rechte Hand von Außenminister Hans-Dietrich Genscher. Ebenfalls hautnah an den Verhandlungen dabei. Später deutscher Botschafter in Polen, Japan, Indien und der Schweiz.
 
 
HINTERGRUND: ERGÄNZENDE INTERVIEWS ZUM FILM.
 
 
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Ein Film von STEFAN EBLING

 

Kamera: Mirko Schernickau, Henrik Eichmann, Alexander Grießer, Stefan Ebling

Ton: Dieter Schulz, Nick Friedrich, Dennis Groß

Schnitt: Arvid Landgraf

Redaktion: Svaantje Schröder

Producer: Palja Schrader, Dominik Wiedenmann

Produktion: Bewegte Zeiten Filmproduktion im Auftrag von ZDFinfo

Produzent: Tim Gorbauch

Redaktion ZDFinfo: Sylvia Förster