image

ANGST VOR AIDS – DEUTSCHLAND IN DEN 80ERN

hiv-3
 
 
ANFANG DER 80ER JAHRE IN DEUTSCHLAND: EINE RÄTSELHAFTE KRANKHEIT SORGT FÜR ANGST IM LAND. IHR NAME: AIDS – AQUIRED IMMUNE DEFICIENCY SYNDROME. ZUNÄCHST ERKRANKEN VOR ALLEM SCHWULE MÄNNER. DIE MEDIZIN KANN IHNEN NICHT HELFEN – DIE GESELLSCHAFT GRENZT SIE AUS. BIS HEUTE WÜHLT DIE ERINNERUNG AN DIESE ZEIT DIE BETROFFENEN AUF.
 
 
Nur noch wenige, die sich in jener Zeit mit HIV infizierten, haben bis heute überlebt und können über ihre Erfahrungen mit der Diagnose AIDS berichten. Wie IAN PARRINGTON, der sich heute in einem Buddy-Projekt engagiert: Heute hilft er neu-infizierten, mit der Krankheit umzugehen. Anders als früher helfen Medikamente heute, die Krankheit in Schach zu halten, die Viren im Körper unter die Nachweisgrenze zurückzudrängen. Eine unglaubliche Erleichterung für die Betroffenen.
 
Nicht nur die Gesellschaft, auch viele Ärzte und Pflegemitarbeiter waren in den 80ern von AIDS überfordert. Der HIV-Schwerpunkt-Arzt DIETMAR SCHRANZ berichtet, wie er als Medizinstudent half, das Leid zu linden, das Stigma zu überwinden.
 
Vor allem die AIDS-Hilfen, die damals als Selbsthilfe-Organisationen entstanden, haben geholfen, mit AIDS umzugehen. BJÖRN BECK engagiert sich dort – und erzählt von der Unterstützung einer Politikerin, die in der Regierung Kohl Prävention und Hinwendung durchsetze, die damalige Bundesgesundheitsministerin RITA SÜSSMUTH. Sie erinnert sich im Interview an diese Zeit und schildert die Widerstände, denen sie sich auch innerhalb der Union gegenübersah. Archivaufnahmen zeigen teils erschütternde Einlassungen von Politikern damals.
 
In der DDR gab es weit weniger HIV Infektionen als in der Bundesrepublik, schildert der ehemalige ärztliche Direktor der Charité NIELS SÖNNICHSEN und stellt sich der Diskussion über den Umgang mit den Kranken nach Maßgabe des damaligen Seuchengesetzes.
 
 
Der Medizinbetrieb, die Politik und die Bevölkerung sind damals von AIDS überfordert. Wir sprechen mit Betroffenen, Ärzten, Helfern und Politikern, die in einer Zeit gegen Aids gekämpft haben, als der Kampf noch aussichtslos schien – und sich noch heute engagieren.
 
 
HIER DEN FILM IN DER ZDF MEDIATHEK ANSEHEN
 
HIER ERGÄNZENDE INTERVIEWS ZUM FILM
 
 
EIN FILM VON HEIKE ZWETZ
 
KAMERA: MIRKO SCHERNICKAU, ALEXANDER GRIESSER, HENRIK EICHMANN, LEONARD BENDIX, MARVIN SCHNEIDER LUKAS PIECHOWSKI
TON: DAVID RUDOLPH, MORITZ SPRINGER, CARSTEN WINDT
SCHNITT: ARVID LANDGRAF
GRAFIK: ALEXANDER WEIL
PRODUCER: ELLA HARTUNG, JUDITH MARKMANN, LAURA HOHMANN
PRODUKTION: BEWEGTE ZEITEN FILMPRODUKTION
REDAKTION ZDF: SYLVIA FÖRSTER
PRODUZENT: TIM GORBAUCH