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DEUTSCHLAND ’45 – VERLORENE HEIMAT

FluchtTitel

 
KRIEGSENDE 1945. ÜBER 12 MILLIONEN MENSCHEN IN GANZ EUROPA ERLEIDEN DA BITTERE SCHICKSAL VON FLUCHT UND VERTREIBUNG. VIELE SCHWIEGEN DARÜBER JAHRZEHNTE LANG.
 

Januar 1945: Deutschland verliert den brutalen Vernichtungskrieg, den es über Millionen von Menschen gebracht hat. In Ostpreußen packt die Familie des 14-Jährigen FRITZ BONIN überstürzt einen Treckwagen. Sie flüchten: Vor der Roten Armee. Fritz erlebt dabei furchtbare Szenen.

 
Darüber spricht er mit uns – das ist nicht selbstverständlich: Millionen Deutsche erleben während ihrer Flucht oder Vertreibung teils erschreckende und traumatisierende Szenen. Viele von ihnen können manchmal Jahrzehnte lang nicht über ihr Schicksal sprechen. Außerdem reagiert die Öffentlichkeit in der späteren DDR und Bundesrepublik größtenteils ablehnend auf ihr Schicksal. Die deutschen Flüchtlinge sind in den neuen deutschen Staaten oft alles andere als willkommen. So erlebt es etwa die ehemalige Lehrerin KATHARINA ELLIGER, die erst mehr als 40 Jahre nach dem Krieg Worte fand, über ihre Erlebnisse während der Flucht und Vertreibung aus Schlesien zu sprechen.

 

70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs ist es höchste Zeit, den Flüchtlingen von damals zuzuhören und ihre Geschichten zu erfahren. Viele junge Leute wissen, dass auch unter ihren Familienangehörigen einige Flucht und Vertreibung erlebt haben. Es gibt ein Bedürfnis, das Tabu zu brechen, das für viele noch über dem Thema „Flucht und Vertreibung“ liegt.

 

Die Journalistin GABRIELA BONIN hat die Geschichte ihrer Eltern FRITZ und INGE BONIN zu einem erschütternden und bewegenden Zeugnis zusammengefasst. Wolf-Christian Ulrich begleitet den heute 85-Jährigen Fritz Bonin und seine Tochter Gabriela auf eine Erinnerungsreise in das polnische Dorf Idzbark, dem ehemaligen Hirschberg, und zeichnet die Flucht der Familie nach.

 
 
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Ein Film von HEIKE ZWETZ

 

Kamera: Mirko Schernickau, Patrick Frei, Alexander Grießer, Henrik Eichmann

Ton: Dieter Schulz, David Rudolph

Schnitt: Arvid Landgraf

Grafik: Alexander Weil

Producer: Dominik Wiedenmann

Produktion: Bewegte Zeiten Filmproduktion im Auftrag von ZDFinfo

Produzent: Tim Gorbauch

Redaktion ZDF: Sylvia Förster