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STARTBAHN WEST – DIE WUTBÜRGER DER 80ER

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Es wird die Geburtsstunde der politischen Umweltbewegung. Hunderttausende gehen 1981 in Hessen auf die Straßen, als der Flughafen Frankfurt um eine Startbahn 18 West erweitert werden soll. Sie demonstrieren: Für die Bäume, gegen den Lärm, gegen noch mehr Flugverkehr an Deutschlands wichtigstem Drehkreuz. Doch die Politik bleibt hart.
 
Anfang der 80er Jahre. Nach 15-jähriger Planung soll am Frankfurter Flughafen eine neue Startbahn gebaut werden. Die Landesregierung argumentiert mit Arbeitsplätzen und wirtschaftlichem Wachstum. Dafür müssen 350 Hektar Wald weichen – und damit sind viele Hessen nicht einverstanden. Durch alle Parteien und Gesellschaftsschichten hinweg.
 
In der Region entwickelt sich eine neue Protestkultur, in der ganz normale Bürger bereit sind, für ihre Anliegen auf die Straße zu gehen: Nicht mehr nur revoltierende Studierende oder Aussteiger, auch Ältere, Konservative, Grauhaarige, Arbeiter, Angestellte wehren sich. Hunderttausende demonstrieren gegen Politiker, von denen sie ihre Interessen verraten sahen. Das war bis dato beispiellos.
 
Symbol der neuen Protestkultur: ein Hüttendorf im Wald – eine friedliche Mischung aus Woodstock, Campingplatz und Trutzburg gegen den Staat. Bis die Lage eskaliert. Wolf-Christian Ulrich spricht mit Protagonistinnen und Protagonisten aus dieser Zeit: Engagierten Bürgerinnen und Bürger, Hüttendorfbewohner und Polizisten, Politiker und Manager. Ein Film über Protest und die Frage, was er leisten kann.
 
 
HIER geht’s zum Film in der ZDF mediathek
 
 
EIN FILM VON THOMAS VOGEL
 
KAMERA: ROBINSON KRAUSE & MIRKO SCHERNICKAU
TON: MICHAEL RIFFEL & NIELS GIEHL
SCHNITT: TIM GREINER
GRAFIK: ALEXANDER WEIL
PRODUCER: ELLA HARTUNG
PRODUKTION: BEWEGTE ZEITEN FILMPRODUKTION
PRODUZENT: TIM GORBAUCH
REDAKTION ZDF: SYLVIA FÖRSTER