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GESINNUNG IM VISIER – DER RADIKALENERLASS 1972

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Kommunisten sind gefährlich – das ist Anfang der 70er Jahre die Überzeugung vieler Politiker. Deshalb wollen sie per Erlass vor allem linke Lehrer vom Staatsdienst fernhalten. Ein Film über ein fast vergessenes Thema in der Geschichte der Bundesrepublik – dabei bringt der Streit über den RADIKALENERLASS im Kern die Konflikte um die 68er auf den Punkt.
 
Studentenproteste und der Anfang der RAF: Ende der 60er Jahre fürchten einige eine linke Revolution, eine Unterwanderung des Staates durch innere Feinde. Wer links ist, macht sich verdächtig.
 
Vor allem Mitglieder der DKP, der Deutschen Kommunistischen Partei, stehen im Visier der Verfassungsschützer. Denn die Partei wird aus Ost-Berlin und Moskau unterstützt. Und mitten im Kalten Krieg ist die Angst vor der „Roten Gefahr“ groß.
 
Am 28. Januar 1972 beschlossen Bundeskanzler Brandt und die Ministerpräsidenten der Länder den sogenannten „Radikalenerlass.“ Ob Lehrer oder Postbote: Millionen Bewerber für den öffentlichen Dienst werden systematisch vom Verfassungsschutz auf ihre Gesinnung hin überprüft.
 
Eine Reihe von Lehrern durften danach nie Beamte werden. Weil es damals wesentlich weniger angestellte Lehrer gab als heute, bedeutete die für einige faktisch ein Berufsverbot.
 
In diesem Film treffen wir Menschen, die sich als mutmaßliche Verfassungsfeinde jahrelang gegen staatliche Berufsverbote wehren mussten.
 
 
HIER den Film in der ZDF mediathek ansehen
 
HIER gibt es ergänzende Informationen zum Film.
 
 
EIN FILM VON HEIKE ZWETZ
 
KAMERA: MIRKO SCHERNICKAU, MARVIN SCHNEIDER, ROBINSON KRAUSE, LUKAS PIECHOWSKI, LEONARD BENDIX
TON: DAVID RUDOLPH, MORITZ SPRINGER
SCHNITT: ARVID LANDGRAF
GRAFIK: ALEXANDER WEIL
PRODUCER: ELLA HARTUNG, JUDITH MARKMANN
PRODUKTION: BEWEGTE ZEITEN FILMPRODUKTION
PRODUZENT: TIM GORBAUCH
REDAKTION ZDF: SYLVIA FÖRSTER